Mikrogeophagus ramirezi trägt seinen deutschen Namen zu Recht: „Schmetterlingsbuntbarsch“ beschreibt sowohl das Farbenspiel der aufgestellten Flossen als auch den Charakter dieser Tiere. Ramirezi sind neugierig, territorial und dabei klein genug für Becken ab 80 Litern. Was viele Halter unterschätzen: Diese Zwergcichliden verbringen einen erheblichen Teil ihres Tages am Boden. Sie durchsuchen das Substrat nach Kleinstlebewesen, graben Laichgruben und markieren ihr Revier durch das aktive Verschieben von Sandkörnern. Das macht den Bodengrund zur wichtigsten Einrichtungsentscheidung im Ramirezi-Becken.
Die Körnung 0,1–0,6 mm hat eine angenehme Eigenschaft für diesen Einsatz: Sie ist lose genug zum Graben, setzt sich aber nach einer kurzen Ruhephase wieder ab, ohne das Wasser dauerhaft zu trüben. Gröberer Kies ab 3 mm würde das typische Grabverhalten unterdrücken. Zu feiner Sand unter 0,1 mm wirbelt bei der geringsten Bewegung auf. Die Fraktion 0,1–0,6 mm liegt in der Mitte — ein Kompromiss, der für Ramirezi und ihre bevorzugten Mitbewohner gleichermaßen funktioniert.
Geeignete Becken und Tiere
| Tier / Anwendung | Eignung | Hinweis |
|---|---|---|
| Schmetterlingsbuntbarsch (Mikrogeophagus ramirezi) | Sehr gut | Feiner Bodengrund unterstützt natürliches Grabverhalten und Laichgrubenanlage |
| Bolivianischer Schmetterlingsbuntbarsch (M. altispinosus) | Sehr gut | Weniger anspruchsvoll als ramirezi, gleiches Substrat-Verhalten |
| Apistogramma (Zwergbuntbarsche) | Sehr gut | Verwandte Arten mit ähnlichem Revierverhalten — gleicher Bodengrund empfohlen |
| Corydoras als Bodenreiniger | Sehr gut | Klassischer Mitbewohner in Südamerika-Becken; weiche Körnung schont Barteln |
| Ruhige Salmler (Roter Phantomsalmler, Neon) | Sehr gut | Natürliche Gesellschaft im Ramirezi-Biotop; nutzen obere Wasserschichten |
| Bepflanztes Südamerika-Becken mit Laichstein | Gut | Laichstein oder flacher Stein als Laichsubstrat ergänzt den Sandboden sinnvoll |
Materialeigenschaften
- Material: Quarzsand (SiO₂), kalkfrei
- Körnung: 0,1–0,6 mm — feiner Aquariumsand nach DIN 4022 (Sand < 2,0 mm)
- Aufbereitung: Feuergetrocknet bei 450 °C, mehrfach gewaschen und gesiebt
- Keimfrei: Ja — ohne organische Rückstände
- pH-Einfluss: Keiner — chemisch inert, verändert weder GH noch KH
- Farbe: Naturbeige — warmer, heller Ton
- Gewicht: 25 kg
- Verpackung: Recycelbarer Papiersack — plastikfreie Alternative
Hinweis Wassertemperatur: Mikrogeophagus ramirezi benötigt Wassertemperaturen von 26–30 °C. Der Quarzsand speichert keine Wärme und hat keinen Einfluss auf die Temperaturstabilität — Heizstab und Thermostat arbeiten ausschließlich über das Wasser. Der Sand selbst bleibt ein neutrales, wartungsarmes Substrat.
Schichthöhe und Verbrauch (Richtwerte)
Alle Angaben basieren auf einer Schüttdichte von ca. 1.550 kg/m³. Für Ramirezi-Becken empfiehlt sich eine Schichthöhe von 4–5 cm, damit die Tiere tiefe Laichgruben anlegen können, ohne auf den nackten Beckenboden zu stoßen.
| Becken | Grundfläche ca. | Bedarf bei 3 cm (Richtwert) | Bedarf bei 5 cm (Richtwert) |
|---|---|---|---|
| 60-cm-Becken (60×30 cm) | 0,18 m² | ca. 8 kg | ca. 14 kg |
| 80-cm-Becken (80×35 cm) | 0,28 m² | ca. 13 kg | ca. 22 kg |
| 100-cm-Becken (100×40 cm) | 0,40 m² | ca. 19 kg | ca. 31 kg |
| 120-cm-Becken (120×40 cm) | 0,48 m² | ca. 22 kg | ca. 37 kg |
Für ein 100-cm-Becken bei 5 cm Schichthöhe werden ca. 31 kg benötigt — zwei 25-kg-Säcke sind dabei ideal, um einen Reserve-Vorrat zu haben. Das gesamte Beige-Sortiment finden Sie in der Aquariumsand Naturbeige. Als dunklere Alternative steht Aquariumsand Naturgrau zur Verfügung; die hellste Option bietet Aquariumsand Naturweiß.
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