Industriesand 0,4–0,8 mm: Vielseitig im Bau- und Technikbereich
Die Körnung 0,4–0,8 mm zählt zu den am häufigsten verwendeten Quarzsand-Körnungen in der Bautechnik. Das Kornspektrum ist breit genug für eine stabile Schüttung und eng genug für eine homogene Oberflächenstruktur bei Bodenbeschichtungen. Im Garagenboden-Bereich, bei Pflasterbettungen im Feinbereich und als Filterschicht in Drainagepaketen ist diese Körnung vielseitig einsetzbar.
Epoxidharz-Einstreusand: R10-Rutschfestigkeit
Fachbetriebe verwenden Quarzsand der Körnung 0,4–0,8 mm erfahrungsgemäß als Einstreusand für Bodenbeschichtungen mit mittlerer Rutschfestigkeit (R10-Bereich nach DIN 51130). Der Verbrauch liegt dabei als Richtwert bei ca. 0,7–0,8 kg/m² — für eine Werkstatt oder Garagenfläche von 30 m² entspräche das einem Bedarf von ca. 21–24 kg. Diese Körnung erzeugt eine gleichmäßige, griffige Textur, die rutschsicher ist, ohne rau zu wirken.
Kein Kalk im Material: Kalkpartikel würden mit Reaktionsharzen unerwünschte Einschlüsse bilden. Keine Restfeuchtigkeit durch die Feuertrocknung bei 450 °C: Nasse Körner können beim Einstreuen auf frischem Harz Trübungen und Haftprobleme verursachen.
Pflasterbettung und Drainage
Neben Beschichtungsanwendungen eignet sich diese Körnung als feiner Bettungssand unter Pflasterplatten, als Fugensand bei engen Fugen und als Filterschicht in kleinen Drainagepaketen. Die chemisch neutrale Zusammensetzung schließt Reaktionen mit Betonplatten oder anderen mineralischen Baustoffen aus. Das Gewicht lässt sich beim Bestellen anpassen — von kleinen Testmengen bis zu größeren Projektmengen für Hofflächen oder Wege.
Im Baubereich dient feuergetrockneter Quarzsand dieser Körnung als bewährter Zuschlagstoff für Mörtel, Putze und Betonmischungen. Die gleichmäßige Kornverteilung ermöglicht eine homogene Durchmischung mit Bindemitteln und sorgt für eine glatte, belastbare Oberfläche nach dem Aushärten. Auch für Sandstrahlarbeiten an weniger empfindlichen Oberflächen eignet sich diese Fraktion als wirtschaftliches Strahlmittel.
Hinweis zur Verwendung
Quarzsand als Strahlmittel einzusetzen ist in Deutschland aus gesundheitlichen Gründen verboten (BGR 500). Dieser Industriesand ist für staubfreie Anwendungen bestimmt: als Einstreuprodukt, Bettungsmaterial oder Drainagesand.
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