Geophagus — griechisch für „Erdesser“ — beschreibt das Verhalten dieser Cichliden-Gattung treffend. Tiere wie Geophagus surinamensis oder die Satanoperca-Gruppe nehmen den Boden löffelweise auf, passieren ihn durch die Kiemenrechen und geben ihn direkt seitlich wieder aus. Dieses Verhalten setzt voraus, dass der Bodengrund aus Körnern besteht, die a) klein genug sind, um das Maul nicht zu blockieren, und b) schwer genug, um nach dem Ausspucken zügig wieder abzusinken. Fraktion 1,4–2,2 mm erfüllt beide Bedingungen: Die Körner sind handlich für das Filtrieren, kehren jedoch schnell auf den Boden zurück, ohne das Wasser dauerhaft einzutrüben.
Der Übergangsbereich zwischen Sand und Kies macht diese Fraktion auch für grabende Tanganjika-Bodenbewohner attraktiv. Lamprologus-Arten wie L. signatus oder L. brevis, die Muschelgehäuse als Reviere nutzen, verschieben das umliegende Substrat beim Einrichten ihrer Territorien. Körner in der Größenklasse 1,4–2,2 mm lassen sich von diesen kleinen Tieren bewegen, behalten aber genug Masse, um nach dem Verschieben liegen zu bleiben und nicht durch Filterströmung wieder verdriftet zu werden.
Geeignete Aquarienbewohner
| Tierart | Eignung | Hinweis |
|---|---|---|
| Geophagus-Cichliden (G. surinamensis, G. brasiliensis, Satanoperca) | Sehr gut | Fraktion optimal für Maulfilter-Verhalten; Körner sinken nach dem Ausfiltern rasch ab |
| Tanganjika-Bodenbewohner (Lamprologus signatus, L. brevis) | Sehr gut | Körner lassen sich verschieben; stabil genug, um Revierstrukturen beizubehalten |
| Große Buntbarsche (mittelgroße Cichliden allgemein) | Gut | Feinkies mit ausreichendem Korngewicht für aktive Bodenbeweger; keine Verletzungsgefahr durch abgerundete Körner |
| Mittelgroße Bärblinge, Schmerlen (ohne feine Barteln) | Bedingt geeignet | Für Arten ohne empfindliche Barteln akzeptabel; Kuhli-Schmerlen benötigen feinere Fraktionen |
| Garnelen, Panzerwelse (Corydoras) | Nicht geeignet | Zu grob für Siften und empfindliche Barteln; für diese Tiere Fraktionen unter 0,6 mm wählen |
| Axolotl, Nano-Aquarien | Nicht geeignet | Verschluckungsgefahr bei Axolotl; Nano-Becken profitieren von feineren Körnungen |
Eigenschaften im Überblick
- Material: Quarzsand (SiO₂), kalkfrei, chemisch inert
- Körnung: 1,4–2,2 mm — Feinkies (DIN 4022: Oberkante > 2 mm), natürlich gerundet
- Aufbereitung: Feuergetrocknet bei 450 °C, mehrfach gewaschen und gesiebt
- Keimfrei: Ja — ohne organische Rückstände
- Wasserchemie: Kein Einfluss auf pH, GH oder KH
- Farbton: Naturbeige — helles, warmes Beige; hebt dunkle Cichliden-Färbungen hervor
- Packungsgewicht: 25 kg
Ein Hinweis für Geophagus-Becken: Die Wasserchemie dieser Tiere variiert je nach Art. G. surinamensis aus dem Orinoco-Einzugsgebiet bevorzugt weiches, leicht saures Wasser. Da Quarzsand chemisch inert ist und keinerlei Mineralstoffe abgibt, passt er zu beiden weichen und harten Wasserbereichen — die Wasseraufbereitung erfolgt unabhängig vom Substrat.
Schichthöhe und Verbrauch (Richtwerte)
Richtwerte für einen 25-kg-Sack, berechnet mit Schüttdichte Quarzsand ca. 1.550 kg/m³. Alle Werte sind Näherungsangaben — tatsächlicher Bedarf hängt von Beckenmaßen und Substratprofil ab.
| Becken | Grundfläche ca. | Bedarf bei 3 cm (Richtwert) | Bedarf bei 5 cm (Richtwert) |
|---|---|---|---|
| 60-cm-Becken (60×30 cm) | 0,18 m² | ca. 8 kg | ca. 14 kg |
| 80-cm-Becken (80×35 cm) | 0,28 m² | ca. 13 kg | ca. 22 kg |
| 100-cm-Becken (100×40 cm) | 0,40 m² | ca. 19 kg | ca. 31 kg |
| 120-cm-Becken (120×40 cm) | 0,48 m² | ca. 22 kg | ca. 37 kg |
Geophagus-Becken ab 200 Litern sind für diese aktiven Substratbeweger empfehlenswert. Bei einem 120-cm-Becken deckt ein 25-kg-Sack die Bodenfläche bei 3 cm vollständig ab. Für Schichtdicken ab 5 cm lassen sich mehrere Säcke kombinieren. Sandkörnungen unter 1 mm für barteltragende Arten und Garnelenbecken finden Sie in der Kategorie Aquariumsand Naturbeige. Denselben Aquariumkies mit kühlerem Farbton bietet Aquariumkies Naturgrau.
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