Saugwelse aus der Gruppe der Loricariidae — L-Welse wie Pterygoplichthys, Ancistrus, Panaque und Sturisoma — verbringen einen Großteil des Tages an Bodenoberflächen. Sie raspeln Algen ab, schieben Material mit dem Saugmaul beiseite und drücken sich dabei mit dem Bauch flach auf den Untergrund. Für diese Lebensweise stellt ein zu feines Substrat ein Problem dar: Körner unter 0,2 mm verhalten sich fast wie Pulver und bieten kaum Widerstand, was zu Aufwirbelungen führt, sobald ein schwerer Wels die Fläche überstreift. Die Körnung 0,3–0,8 mm ist stabiler — die breitere Verteilung bewirkt, dass sich die Körner gegenseitig stützen und das Substrat als kompaktere Schicht auf dem Beckenboden verbleibt.
Gleichzeitig ist diese Fraktion fein genug, dass die natürliche Abgerundheit der Quarzkörner keine Schäden an Barteln oder Bauchflossen verursacht. Für Sturisoma-Arten, die aktiv grundeln und Sandkörner durch die Kiemen stoßen, ist dies besonders relevant: Quarzsand dieser Körnung wird von der Aquaristik-Praxis als unbedenklich eingestuft.
Geeignete Aquarienbewohner
| Tier / Anwendung | Eignung | Hinweis |
|---|---|---|
| L-Welse (Pterygoplichthys, Panaque spp.) | Sehr gut | Stabile Körnung für schwere Bodenbewohner; kantengerundet, keine Reizung des Saugmauls |
| Ancistrus (Antennenwels) | Sehr gut | Kompakter Wels, der flach über den Boden gleitet — feine, abgerundete Körner schonen die Bauchflossen |
| Sturisoma (Lanzenwelse) | Sehr gut | Schiebt Körner aktiv durch die Kiemen; 0,3–0,8 mm fein genug, um diesen Vorgang problemlos zu ermöglichen |
| Corydoras, Schmerlen (als Begleitfische) | Gut | Barteln vertragen die abgerundeten Körner; wer ein reines Corydoras-Becken plant, wählt 0,3–0,6 mm |
| Gesellschaftsbecken (Salmler, Barben) | Gut | Vielseitiger Bodengrund, der mehrere Tiergruppen gleichzeitig versorgt |
| Pflanzenaquarien | Bedingt | Stabile Körnung gibt Wurzeln Halt; nährstoffarm als alleiniges Substrat — Ergänzungsdüngung empfehlenswert |
Materialeigenschaften
- Material: Quarzsand (SiO₂), kalkfrei
- Körnung: 0,3–0,8 mm — etwas gröber als reine Feinsand-Fraktionen, stabil unter schweren Bodenbewohnern
- Aufbereitung: Feuergetrocknet bei 450 °C, mehrfach gewaschen und gesiebt
- Keimfrei: Ja — ohne organische Rükstände
- pH-Einfluss: Keiner — chemisch inert, verändert weder GH noch KH
- Farbe: Naturbeige — warmer, heller Ton
- Gewicht: 25 kg
Kalkfreiheit ist für Wels-Aquarien mit weichem Wasser besonders wichtig — dieser Aquariensand löst sich nicht im Wasser auf und hebt die Karbonathärte nicht an. Das erleichtert die Wasserpflege gerade bei Arten wie Panaque, die ursprünglich aus Weichwasser-Flüssen stammen.
Schichthöhe und Verbrauch (Richtwerte)
Richtwerte für einen 25-kg-Sack, berechnet auf Basis Schüttdichte Quarzsand ca. 1.550 kg/m³. Alle Angaben sind Näherungswerte — die tatsächliche Menge hängt von Beckenform, Schüttung und Unebenheiten ab.
| Becken | Grundfläche ca. | Bedarf bei 3 cm (Richtwert) | Bedarf bei 5 cm (Richtwert) |
|---|---|---|---|
| 60-cm-Becken (60×30 cm) | 0,18 m² | ca. 8 kg | ca. 14 kg |
| 80-cm-Becken (80×35 cm) | 0,28 m² | ca. 13 kg | ca. 22 kg |
| 100-cm-Becken (100×40 cm) | 0,40 m² | ca. 19 kg | ca. 31 kg |
| 120-cm-Becken (120×40 cm) | 0,48 m² | ca. 22 kg | ca. 37 kg |
L-Welse-Becken werden in der Regel groß geführt — 120 cm aufwärts für ausgewachsene Pterygoplichthys. Ein 25-kg-Sack reicht für ein 120-cm-Becken mit 3 cm Aufbauhöhe. Für tieferes Substrat oder größere Becken lassen sich mehrere Säcke kombinieren.
Weitere Beige-Fraktionen für Wels- und Gesellschaftsbecken finden Sie in der Kategorie Aquariumsand Naturbeige. Für Welse, bei denen ein dunkler Untergrund den natürlichen Lebensraum besser nachahmt, steht Aquariumsand Naturgrau bereit. Die hellste Variante bietet Aquariumsand Naturweiß.
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