Paludarien und Aquaterrarien folgen einem anderen Konstruktionsprinzip als klassische Aquarien: Der Behälter bildet einen fließenden Übergang zwischen Wasser und Landbereich ab. Diese Zonierung stellt besondere Anforderungen an das Substrat. In der Wasserzone soll der Kies bei der Filterströmung stabil liegen; in der Übergangszone muss er Pflanzenstängel halten, ohne zu verdichten; im trockenen oder feuchten Landbereich sollte er Drainagefähigkeit zeigen. Die Fraktion 2,0–5,6 mm hat durch ihre breite Kornverteilung für alle drei Zonen praktische Vorteile: Die großen Hohlräume zwischen den Körnern ermöglichen Wasserdurchlauf und Belüftung, was Staunässe in der Uferbepflanzung verringert.
Für Aquaterrarien mit Wasserschildkröten — die häufig in flachen Wasserbereichen gehalten werden — bietet diese Körnung eine saubere Optik ohne die Feinstaub-Trübung, die sandige Substrate verursachen. Uferzonen mit Helxine, Bacopa oder kleinen Farnen lassen sich direkt in diesen Aquarienkies pflanzen, wenn der Behälter ausreichend feucht gehalten wird.
Geeignete Einsatzbereiche
| Anwendung | Eignung | Hinweis |
|---|---|---|
| Paludarium (Wasser-Land-Kombinationsbecken) | Sehr gut | Breite Körnung deckt Wasser- und Uferzonen; Drainage durch offene Kornstruktur |
| Aquaterrarium (z.B. Wasserschildkröten) | Sehr gut | Stabiler Kies ohne Feinstaubtrübung; kein Aufwirbeln bei Tieraktivität |
| Dekorations-Wasserzone (Naturaquarium) | Sehr gut | Beige-Ton unterstreicht naturnahe Biotop-Ästhetik |
| Uferbereich mit Sumpfpflanzen | Gut | Ausreichend Halt für Wurzeln; keine Staunässe durch Hohlräume zwischen Körnern |
| Großfisch-Aquarium (als Deko-Substrat) | Gut | Stabile Körnung für aktive, große Tiere; Reinigung per Mulmsauger möglich |
| Garnelen, Corydoras, Axolotl | Nicht geeignet | Zu grob für siftende Tiere und empfindliche Barteln; feinere Körnungen wählen |
Material und Aufbereitung
- Zusammensetzung: Quarzsand (SiO₂), kalkfrei, chemisch inert
- Körnung: 2,0–5,6 mm — breite Fraktion Feinkies/Mittelkies nach DIN 4022, natürlich gerundet
- Aufbereitung: Feuergetrocknet bei 450 °C, mehrfach gewaschen und gesiebt
- Keimfrei: Ja — ohne organische Rückstände
- Einfluss auf Wasserchemie: Keiner — pH, GH und KH bleiben unverändert
- Farbton: Naturbeige — warm, hell, passend zu tropischen Uferzonen-Biotopen
- Gewicht: 25 kg
Die breite Kornverteilung dieser Fraktion (2,0–5,6 mm) bietet gegenüber engeren Körnungen einen praktischen Vorteil beim Aufbau: Das Material füllt unregelmäßige Hohlräume in Paludarium-Bauteilen wie Wurzeln oder Felsen besser aus als homogene Körnungen. Das erleichtert die Gestaltung naturnaher Übergangszonen zwischen Wasser und Landbereich.
Schichthöhe und Verbrauch (Richtwerte)
Richtwerte für einen 25-kg-Sack auf Basis der Schüttdichte Quarzsand ca. 1.550 kg/m³. Beckenform und Unebenheiten beeinflussen den tatsächlichen Bedarf — alle Angaben sind Näherungswerte.
| Becken | Grundfläche ca. | Bedarf bei 3 cm (Richtwert) | Bedarf bei 5 cm (Richtwert) |
|---|---|---|---|
| 60-cm-Becken (60×30 cm) | 0,18 m² | ca. 8 kg | ca. 14 kg |
| 80-cm-Becken (80×35 cm) | 0,28 m² | ca. 13 kg | ca. 22 kg |
| 100-cm-Becken (100×40 cm) | 0,40 m² | ca. 19 kg | ca. 31 kg |
| 120-cm-Becken (120×40 cm) | 0,48 m² | ca. 22 kg | ca. 37 kg |
Paludarien werden häufig als Sonderprojekte mit unregelmäßiger Zonierung gebaut — der tatsächliche Kiesbedarf variiert je nach Wassertiefe und Landanteil stärker als im klassischen Aquarium. Ein 25-kg-Sack reicht für eine durchgehende 3-cm-Schicht in einem 120-cm-Becken. Feinere Fraktionen für reine Aquarien finden Sie in der Kategorie Aquariumsand Naturbeige. Grobes Dekor-Material für Uferzonen steht ebenfalls im Sortiment.
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