Zeolithe
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| Kategorie | Orientierung | Weiter |
|---|---|---|
| Zeolithe Bodenverbesserer 25 kg | Körnung, Farbe, Anwendung und Gebinde vergleichen | Zeolithe Bodenverbesserer 25 kg ansehen |
| Zeolithe Garten-Teich 25 kg | Körnung, Farbe, Anwendung und Gebinde vergleichen | Zeolithe Garten-Teich 25 kg ansehen |
| Zeolithe Klinoptilolith 25 kg | Körnung, Farbe, Anwendung und Gebinde vergleichen | Zeolithe Klinoptilolith 25 kg ansehen |
| Zeolithe Mix Gewichte | Körnung, Farbe, Anwendung und Gebinde vergleichen | Zeolithe Mix Gewichte ansehen |
| Zeolithe Wasserfilterung 25 kg | Körnung, Farbe, Anwendung und Gebinde vergleichen | Zeolithe Wasserfilterung 25 kg ansehen |
Was ist Zeolith? — Klinoptilolith als natürliches Vulkanmineral
Zeolithe sind kristalline Alumosilikate mit einer charakteristischen mikroporösen Wabenstruktur. Der bekannteste und verbreitetste natürliche Zeolith-Typ ist Klinoptilolith — ein Mineral, das durch die hydrothermale Umwandlung vulkanischer Aschen (Tuffgestein) entsteht. Diese besondere Entstehungsgeschichte verleiht ihm seine wichtigste Eigenschaft: den Ionenaustausch.
Im Kristallgitter des Klinoptiloliths befinden sich austauschfähige Kationen wie Natrium, Kalium und Calcium. Diese können gegen andere positiv geladene Ionen aus der Umgebung ausgetauscht werden — darunter Ammonium (NH₄⁺), aber auch Schwermetallionen wie Blei, Kupfer oder Zink. Genau diese Fähigkeit macht Zeolith zu einem vielseitig einsetzbaren Naturprodukt für Teich, Garten, Aquarium, Wasserfilterung und Tierhaltung.
Klinoptilolith ist nicht zu verwechseln mit Quarzsand oder Lavagestein: es handelt sich um ein eigenständiges Mineral mit einer definierten Kristallstruktur. Zeolithe kaufen Sie bei uns in allen gängigen Körnungen — vom feinen Pulver (0–50 µm) bis zum groben Granulat (25–50 mm).
Anwendungsgebiete: Zeolith für jeden Bereich
Klinoptilolith lässt sich je nach Körnung und Anwendungsbereich gezielt einsetzen. Die folgende Übersicht zeigt, welche Kategorie für Ihr Vorhaben die richtige ist:
| Anwendungsbereich | Empfohlene Körnung | Passende Kategorie |
|---|---|---|
| Teich: Ammonium-Adsorption | 1,0–5,0 mm | Zeolith Garten-Teich 25 kg |
| Aquarium: Ammonium-Kontrolle, Filterbett | 0,5–2,5 mm | Zeolith Mix Gewichte |
| Garten: Bodenverbesserung, Nährstoffpuffer | 0,2–5,0 mm | Zeolith Bodenverbesserer 25 kg |
| Pool / Sandfilteranlage | 0,5–2,5 mm | Zeolith Wasserfilterung 25 kg |
| Futterzusatz Tiere (E567/E568) | 0–50 µm (Pulver) | Klinoptilolith 25 kg |
| Kleinmenge / Probemenge / alle Mengen | alle Körnungen | Zeolith Mix Gewichte |
Zeolith im Teich: klares Wasser durch Ionenaustausch
In Gartenteichen und Koi-Teichen erhöht Fischbesatz den Ammoniumgehalt des Wassers. Ammonium fördert Algenwachstum und belastet die Wasserqualität. Zeolith-Granulat (Körnung 1,0–5,0 mm) adsorbiert Ammonium direkt durch Ionenaustausch und entlastet damit den biologischen Filter. Die raue Oberfläche des Granulats bietet außerdem ideale Bedingungen für nützliche Nitrifikationsbakterien.
Zeolith ist regenerierbar: Nach der Sättigung durch eine zehnprozentige Kochsalzlösung kann das Material mehrfach wiederverwendet werden. Mehr dazu finden Sie in unserer Kategorie Zeolith für Teich und Garten.
Zeolith im Aquarium: Ammonium-Kontrolle im Süßwasserbecken
Auch im Aquarium kann Klinoptilolith sinnvoll eingesetzt werden — vor allem in Becken mit hohem Fischbesatz oder während der Einlaufphase, wenn der biologische Filter noch nicht vollständig etabliert ist. Zeolith in der Körnung 0,5–2,5 mm wird dabei in einen Filterbeutel im Außenfilter oder Innenfilter eingelegt. Durch Ionenaustausch bindet er Ammonium (NH₄⁺), bevor es sich zu giftigem Ammoniak (NH₃) umwandeln kann.
Wichtig: Im Süßwasseraquarium ohne Salzgehalt zeigt Zeolith seine volle Adsorptionsleistung. Im Meerwasserbecken ist die Ionenaustausch-Kapazität durch die hohe Natriumkonzentration eingeschränkt — dort eignen sich andere Filtermedien besser. Nach der Sättigung lässt sich Zeolith für Aquariumzwecke mit Süßwasser ausspülen oder — sofern kein Fischbesatz vorhanden ist — durch kurzes Einlegen in leicht gesalzenes Wasser regenerieren.
Zeolith als Bodenverbesserer: mehr Wasser, mehr Nährstoffe
Sandige Böden verlieren Wasser und Nährstoffe schnell durch Versickerung. Klinoptilolith erhöht die Kationenaustauschkapazität (CEC) des Bodens, puffert ausgebrachte Dünger und verbessert die Wasserhaltekraft nachhaltig. Die Wirkung bleibt über mehrere Jahre erhalten, da Zeolith im Boden nicht verrottet.
Wissenschaftliche Untersuchungen (Zivkovic et al.) belegen, dass der Einsatz von Klinoptilolith bei Starkzehrern wie Tomaten zu deutlichem Mehrertrag führen kann. Alles zur Dosierung finden Sie unter Zeolith als Bodenverbesserer.
Zeolith in der Sandfilteranlage: Alternative zu Quarzsand
In Pool-Sandfilteranlagen kann Zeolith den herkömmlichen Quarzsand teilweise oder vollständig ersetzen. Zeolith filtert deutlich feinere Partikel als Quarzsand und bindet zusätzlich Ammonium aus dem Poolwasser — das reduziert den Chlorbedarf. Für Sandfilteranlagen empfehlen wir die Körnung 0,5–2,5 mm. Mehr Informationen finden Sie unter Zeolith für Sandfilteranlagen.
Wenn Sie Quarzsand-Filtersand für Ihren Pool suchen, finden Sie ihn in unserer Kategorie Filtersand. Als ergänzendes Filtermedium für Teiche empfehlen wir außerdem Lavagranulat. Für die optimale Bodenverbesserung kombinieren Profis Zeolith mit Lavagranulat (Drainage + Belüftung) und Urgesteinsmehl (Mineralstoffversorgung).
Klinoptilolith als Futterzusatz (E567)
Klinoptilolith sedimentären Ursprungs ist durch EU-Durchführungsverordnung 651/2013 als Futterzusatzstoff für alle Tierarten zugelassen (Kategorie Technologische Zusatzstoffe, Funktionsgruppen Bindemittel E567 / Trennmittel E568). Als Futterzusatz bindet Klinoptilolith-Pulver (0–50 µm) Mykotoxine und unerwünschte Substanzen im Magen-Darm-Trakt. Der Höchstgehalt in der Gesamtration beträgt gemäß EU-Verordnung 10.000 mg/kg (1 %).
Zeolith-Pulver für Tiere finden Sie in unserer Kategorie Klinoptilolith 25 kg, Kleinstmengen ab 100 g unter Zeolith in kleinen Mengen.
Das Filtermedien-Fünfeck: Zeolith, Filtersand, Filterglas, Lavagranulat und Teichkies
Bei uns erhalten Sie alle fünf wichtigen Filtermedien aus einem Lager: Filtersand, Filterglas, Lavagranulat, Teichkies und Zeolith. Gerade für Teichbesitzer bietet sich die Kombination aus Teichkies als Sohlsubstrat, Lavagranulat als biologischem Filtermedium und Zeolith als Ionentauscher besonders an — das bewährte Teich-Trio aus einer Hand.
Was ist der Unterschied zwischen Zeolith und Klinoptilolith?
Klinoptilolith ist der häufigste natürliche Zeolith-Typ — und wenn im Handel von „Zeolith“ die Rede ist, ist in der Regel Klinoptilolith gemeint. Zeolith ist der übergeordnete Begriff für eine ganze Mineralgruppe kristalliner Alumosilikate mit mikroporöser Wabenstruktur. Bei uns werden die Begriffe entsprechend dieser Marktpraxis synonym verwendet.
Welche Körnung ist für meinen Einsatzbereich die richtige?
Pulver (0–50 µm) eignet sich für orale Tiernahrung und Feinstfilterung; Granulat (0,5–5,0 mm) für Teich, Pool, Aquarium und Bodeneinarbeitung; grobe Körnung (4–16 mm) für Teichfilter und Drainageschichten. Grundregel: Je feiner die Körnung, desto größer die reaktive Oberfläche und damit die Ionenaustauschkapazität. Die genaue Empfehlung pro Anwendung finden Sie auf den jeweiligen Unterkategorie-Seiten.
Kann Zeolith im Pool als Ersatz für Filtersand verwendet werden?
Ja — Zeolith der Körnung 0,5–2,5 mm kann herkömmlichen Quarzsand in Sandfilteranlagen vollständig ersetzen. Zeolith filtert feinere Partikel als Quarzsand und bindet zusätzlich Ammonium aus dem Poolwasser, was den Chlorbedarf reduzieren kann. Die Standzeit ist in der Regel länger als bei Quarzsand. Mehr dazu auf unserer Seite Zeolith für Sandfilteranlagen.
Wie regeneriert man Zeolith?
Zeolith regeneriert man mit zehnprozentiger Kochsalzlösung: 100 g Salz pro Liter Wasser, 24 Stunden einlegen, gelegentlich schütteln, dann gründlich spülen. Drei bis fünf Regenerationen sind möglich, bevor die Austauschkapazität erschöpft ist. Danach kann das Material als Bodenverbesserer weiterverwendet werden.
Wie unterscheidet sich Zeolith von Lavagranulat als Filtermedium?
Lavagranulat ist ein biologisches Filtermedium: Seine poröse Oberfläche bietet Nitrifikationsbakterien optimale Ansiedlungsbedingungen für den Abbau von Ammoniak zu Nitrat. Zeolith adsorbiert Ammonium direkt durch Ionenaustausch — ohne Bakterien. Beide Medien ergänzen sich im Teichfilter ideal: Lavagranulat für die biologische Filterstufe, Zeolith für die chemische Adsorption. Unser Lavagranulat und unser Zeolith stammen beide direkt aus unserem Lager.
Worin liegt der Vorteil von Zeolith gegenüber Filtersand im Teich?
Zeolith filtert nicht nur mechanisch wie Quarzsand, sondern adsorbiert zusätzlich gelöstes Ammonium durch Ionenaustausch. Im Teich mit Fischbesatz ist diese doppelte Wirkung besonders wertvoll. Unser Quarzsand-Filtersand bleibt die wirtschaftlichere Wahl für Pool-Sandfilteranlagen ohne hohen Ammoniumeintrag.
